E-Control BV: Von der Bindemaschine zum Inspektionsablauf
E-Control BV ist ein unabhängiges Inspektions- und Beratungsunternehmen, das sich auf elektrotechnische Inspektionen spezialisiert hat. Mit Sitz in IJsselstein arbeiten dreizehn Mitarbeiter, darunter neun zertifizierte E-Inspektoren, an Inspektionen von Scope 8 bis NEN 1010. Seit 1997. Die Inspektionen variieren von einem halben Tag bis hin zu Projekten, die mehrere Monate dauern.
Vom Ausdrucken zum Inspektionsablauf
„Hohe Anforderungen an die Inspektion waren schon immer unser Standard. Jetzt sichern wir diesen Standard über den gesamten Prozess hinweg, sodass unsere Auftraggeber sehen, was geschieht, und darauf vertrauen können.“ – Rob Bosch, Leiter des Inspektions- und Beratungsbüros E-Control BV.
Im Büro von E-Control steht eine Bindemaschine. Sie wird zwar nicht mehr benutzt, aber Rob Bosch hat sie auch nicht weggeworfen. Das Gerät erinnert daran, wie Inspektionen früher abliefen: Abweichungen abtippen, Berichte erstellen, ausdrucken, binden und per Einschreiben verschicken.

Ein Tag Inspektion vor Ort bedeutete einen halben Tag Berichterstellung im Büro. Das Vier-Augen-Prinzip wurde schriftlich festgehalten: Ein Inspektor führt die Inspektion durch, der andere überprüft sie. An dieser Sorgfalt hat E-Control stets festgehalten. Im Jahr 2011 stellte E-Control auf digitale Verfahren um. PDFs ersetzten die Ordner. Der Inspektionsprozess wurde effizienter, das Volumen wuchs. Verträge mit großen Auftraggebern folgten. Damals bereits 400 Inspektionen pro Jahr für a.s.r.
Der Wechsel zu Incontrol
Im Jahr 2024 vollzog E-Control den Wechsel zu Incontrol. Der unmittelbare Anlass war konkret: die Darstellung digitaler Messwerte auf Grundrissen, wodurch die Rückverfolgbarkeit gewährleistet wird. Für Rob ging die Entscheidung für Incontrol jedoch über diese eine Funktion hinaus.
E-Control durfte bei der Feinabstimmung des Prototyps auf digitalen Grundrissen mitwirken. Testen, Feedback geben, das Produkt optimieren. Für eine Organisation, die seit ihrer Gründung sowohl intern als auch gegenüber Auftraggebern einen kritischen Blick walten lässt, passte diese Rolle genau. Das ist nicht die Haltung eines Kunden, der abwartet. Es ist die Haltung eines Fachmanns, der weiß, was funktioniert. „Das Mitdenken hilft, den Fortschritt aufrechtzuerhalten“, sagt Rob. Seine Inspektoren sind mit dem Wechsel zufrieden. Bei den neuen Installationstestern wird der gemessene Wert automatisch in den Grundriss übernommen. Im Arbeitsalltag bedeutet dies weniger Tipparbeit und mehr Aufmerksamkeit für die Inspektion.
Das Vier-Augen-Prinzip im digitalen Arbeitsablauf
E-Control arbeitet bereits seit Jahrzehnten nach dem Vier-Augen-Prinzip. Ein Inspektor führt die Inspektion durch, der andere überprüft sie. Diese Vorgehensweise erfordert einen gemeinsamen, aktuellen Überblick über den Stand der Dinge und nicht zwei separate Dokumente, die später zusammengeführt werden.
Mit Incontrol ist der aktuelle Stand immer online verfügbar. Keine lokale Speicherung auf iPads, die kaputtgehen können oder bei denen Daten beim Übertragen verloren gehen. Was vor Ort erfasst wird, ist für den Prüfer sofort sichtbar. Die Sorgfalt, die E-Control schon immer auszeichnete, ist nun fest in den Arbeitsablauf integriert.
FIX: von A bis Z
Incontrol.FIX beschreibt Rob als „sehr clever, von A bis Z“. Der gesamte Ablauf: Inspektion, Feststellung, Nachverfolgung, Nachweis der Reparatur. Auf einer einzigen Plattform.
Das war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber E-Control ist nun vollständig darauf ausgerichtet. Die Arbeitsweise hat sich geändert, der Standard jedoch nicht. Keine einzelnen Reparaturfotos mehr per E-Mail, sondern die Reparaturfotos direkt beim Mangel. Dadurch ist die Beurteilung der Reparatur wesentlich effizienter geworden.
Inspektionen in großem Maßstab
Die von E-Control durchgeführten Inspektionen variieren stark in ihrem Umfang. Sie reichen von einem halben Tag bis hin zu zwei- bis dreiwöchigen Einsätzen. Und manchmal sogar noch länger: Einer unserer Kollegen arbeitet bereits seit Jahren am Amsterdam UMC (Standort VUmc), wo er jedes Jahr die Inspektionsrunden erneut durchführt. Derselbe Standort, derselbe Standard und stets ein aktueller Bericht. Jeder Besuch baut auf dem vorherigen auf. Die Historie ist vorhanden, ebenso wie der Kontext.
Gerade bei diesen langfristigen Projekten ist die Online-Verfügbarkeit des aktuellen Stands kein überflüssiger Luxus. Sie bildet die Grundlage, auf der die Inspektion gewährleistet wird.
Mitdenken als Standard
E-Control kauft keine Software und legt sie dann beiseite. Rob und sein Team betrachten das Produkt kritisch, und genau das erwartet Incontrol auch. Neue Funktionen werden getestet, Feedback geht direkt an die Entwickler zurück. Dadurch ist das Risiko für E-Control geringer: Sie müssen nicht selbst an Formularen und Vorlagen herumtüfteln. Das ist Aufgabe von Incontrol.
So ist eine Zusammenarbeit entstanden, die über ein Abonnement hinausgeht. Und so steht eine Bindemaschine für mehr als nur Nostalgie; sie zeigt, wie weit E-Control gekommen ist und wie ernsthaft das Unternehmen jeden weiteren Schritt angeht.
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